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Touch Of Care

Manuelle Lymphdrainage in Zürich

Sanfte, fachkundige Behandlung bei Wassereinlagerungen, schweren Beinen und anhaltenden Schwellungen, auch zur Prävention.

Was ist Manuelle Lymphdrainage?

Die Manuelle Lymphdrainage ist eine spezielle Technik, die die natürliche Funktion des Lymphsystems unterstützt. Sie wirkt nicht auf die Muskulatur, sondern auf die Lymphgefässe direkt unter der Haut. Die Bewegungen sind langsam, rhythmisch und leicht, deshalb ist die Behandlung schmerzfrei und beruhigend. Jede Sitzung passe ich an Ihre Beschwerden und Ihren Gesundheitszustand an.

Für wen eignet sich Manuelle Lymphdrainage?

Manuelle Lymphdrainage in Zürich kann geeignet sein bei:

  • Wassereinlagerungen
  • schweren oder müden Beinen
  • leichten Schwellungen
  • Stauungen im Gewebe
  • dem Wunsch nach sanfter Unterstützung des Lymphsystems
  • der Erholung nach bestimmten Eingriffen, sofern angezeigt

Jede Sitzung wird individuell angepasst, unter Berücksichtigung von Kontraindikationen, Sicherheit und Ihrem aktuellen Zustand.

Was ist ein Ödem?

Zwei Finger üben sanften Druck auf einen geschwollenen Knöchel aus, um ein mögliches eindrückbares Ödem zu untersuchen.

Bei einem Ödem sammelt sich mehr Flüssigkeit im Gewebe an, als Venen und Lymphsystem abtransportieren können. Mögliche Ursachen sind eine Schwäche der Venen oder des Lymphsystems, Operationen, Verletzungen, hormonelle Veränderungen und Medikamente, aber auch Herz-, Nieren- oder Lebererkrankungen. Eine neue oder ungeklärte Schwellung sollte deshalb immer zuerst ärztlich untersucht werden.

Phlebödem: Wenn die Venen die Ursache sind

Eine der häufigsten Ursachen geschwollener Beine ist das venöse Ödem, das Phlebödem. Es entsteht, wenn die Venenklappen nicht mehr richtig schliessen. Der Druck in den Venen steigt, und mehr Flüssigkeit gelangt ins Gewebe. Die Schwellung nimmt gegen Abend zu und bessert sich beim Hochlagern der Beine.

Warum ist eine Behandlung wichtig?

Auf Dauer kann das überlastete Lymphsystem ermüden. Dann entsteht eine schwerer behandelbare Mischform, das Phlebolymphödem. Unbehandelt kann sich die Haut verfärben und verhärten, zudem können ein Unterschenkelgeschwür oder eine Wundrose entstehen. Je früher die Behandlung beginnt, desto besser lässt sich dies vermeiden.

Wie lässt es sich behandeln?

Grundlage sind ärztlich verordnete Kompressionsstrümpfe und regelmässige Bewegung, denn die Wadenmuskulatur pumpt das Blut mit jedem Schritt nach oben. Die Manuelle Lymphdrainage ergänzt dies: Sie reduziert die Schwellung, lindert das Spannungsgefühl und entlastet das Lymphsystem. Mehr zur Komplexen Physikalischen Entstauungstherapie (KPE) bei Lymphödem finden Sie auf der Seite Lymphödem-Therapie.

Nahaufnahmen von Beinen mit Besenreisern und sichtbaren oberflächlichen Venen.

Apparative und manuelle Lymphdrainage

Bei der apparativen Lymphdrainage schiebt eine Manschette mit mehreren Kammern die Flüssigkeit wellenförmig von unten nach oben. Bei wasserreichen, venös bedingten Ödemen ist dies eine wirksame Unterstützung, auch zu Hause. Das Gerät stimuliert jedoch weder die Lymphgefässe, noch bereitet es die Lymphknotenregionen an Hals und Rumpf vor, in die die Flüssigkeit abfliessen muss.

Ergänzen Sie die apparative Behandlung deshalb regelmässig durch Manuelle Lymphdrainage: in stabilem Zustand etwa einmal im Monat, bei stärkerer Schwellung alle zwei Wochen. Bei frischem Blutgerinnsel, unbehandelter Herzinsuffizienz, akuter Entzündung oder schwerer arterieller Durchblutungsstörung darf die apparative Behandlung nicht angewendet werden.

Beine in pneumatischen Kompressionsmanschetten zur apparativen Behandlung mit wechselndem Luftdruck.

Präventive Lymphdrainage

Schwellungen entstehen selten über Nacht. In frühen Stadien gleicht das Lymphsystem die Mehrbelastung aus, indem es stärker arbeitet als gewöhnlich, oft über Jahre und ohne deutliche Beschwerden. Schwere Beine am Abend, ein Spannungsgefühl nach langem Sitzen oder Stehen oder geschwollene Knöchel im Sommer können erste Anzeichen dafür sein, dass es an seine Grenzen stösst.

Genau dann ist Prävention besonders wichtig. Wie oben im Abschnitt zum Phlebödem beschrieben, kann eine anhaltende Belastung die Lymphgefässe allmählich erschöpfen. Das kann zu Veränderungen führen, die sich nur noch schwer rückgängig machen lassen. In einem frühen Stadium ist das Gewebe noch weich und spricht gut auf eine sanfte Behandlung an.

Die präventive Lymphdrainage eignet sich bei leichten oder zeitweisen Beschwerden und bei venösen Beschwerden in der Familie. Sie eignet sich auch für Menschen, die beruflich viele Stunden sitzen oder stehen. Regelmässige Sitzungen entlasten das Lymphsystem, bevor es überlastet ist. Sie können das Risiko dauerhafter Schwellungen verringern und helfen, Veränderungen frühzeitig zu erkennen. Meist genügt eine Sitzung alle zwei bis vier Wochen, ergänzt durch einfache Tipps für Bewegung und Alltag.

Europäische und brasilianische Lymphdrainage

Brasilianische Lymphdrainage mit kräftigen manuellen Massagetechniken am Oberschenkel.

Die europäischen Methoden, etwa nach Vodder, Leduc oder Földi, wurden auf medizinischer Grundlage entwickelt und verfolgen ein therapeutisches Ziel. Der Druck ist sehr leicht, da starker Druck die Lymphgefässe zusammendrücken würde. Die brasilianische Lymphdrainage ist hingegen ästhetisch ausgerichtet. Sie ist schneller und kräftiger und strebt bei grundsätzlich gesunden Menschen einen sofort sichtbaren Schlankheitseffekt an.

In medizinischen Fällen wende ich deshalb ausschliesslich europäische Protokolle an. Das ist der sichere und fachlich fundierte Weg.

Lipödem, Schwangerschaft und die Zeit nach der Geburt

Vermehrt sich das Fettgewebe an Beinen oder Armen symmetrisch, ist es
berührungsempfindlich und bleiben Hände und Füsse ausgespart, kann ein Lipödem
dahinterstecken. Mehr dazu auf der Seite Lipödem. Ein
Lymphödem tritt dagegen oft einseitig auf, bezieht meist auch Hand oder Fuss
mit ein und ist in der Regel nicht schmerzhaft. Mehr dazu auf der Seite Lymphödem-Therapie.

In der Schwangerschaft behandle ich nach Rücksprache mit Ihrer Frauenärztin
oder Ihrem Frauenarzt besonders sanft und angepasst an die
Schwangerschaftswoche. Details finden Sie auf der Seite Lymphdrainage in der Schwangerschaft.

Nach der Geburt unterstützt zunächst die sanfte, therapeutische
Lymphdrainage den Abtransport überschüssiger Flüssigkeit. Wenn Sie sich gut
erholt haben und bei der Nachkontrolle alles in Ordnung war, können Sie auch
eine brasilianische, formende Behandlung in Betracht ziehen. Nach einem
Kaiserschnitt müssen zudem die Narbe vollständig verheilt sein und die
ärztliche Freigabe vorliegen.

Sicherheit

Bei akuter Infektion, Fieber, akuter oder vermuteter Thrombose, akuter entzündlicher Hauterkrankung, dekompensierter Herzinsuffizienz, schwerer unbehandelter arterieller Durchblutungsstörung oder akutem nieren- oder leberbedingtem Ödem führe ich keine Lymphdrainage durch.

Bei Krebserkrankung, laufender onkologischer Behandlung, Schwangerschaft, Autoimmunerkrankung, Einnahme von Blutverdünnern oder ungeklärter Schwellung ist vorher eine ärztliche Abklärung erforderlich.

Bei plötzlicher Schwellung, starken Schmerzen, Rötung, Überwärmung, Fieber oder Atemnot suchen Sie bitte umgehend ärztliche Hilfe.

Kosten

Da ich EMR- und ASCA-anerkannte Therapeutin bin, können die Kosten von der Zusatzversicherung teilweise oder vollständig übernommen werden. Bitte klären Sie dies vor der ersten Behandlung mit Ihrer Krankenkasse. Informationen zur Behandlung nach Operationen finden Sie auf der Seite Postoperative Lymphdrainage.